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Fotoreise Tromsø/Polarlicht

12.-19.3.2017   red  pdf

Diese Reise kann in  Kombination mit der vorangehenden „Lappland“-Reise und der davor stattfindenden „Lofoten/Winter-reise" gebucht werden.

Reiseprogramm

FF SKA Tromsoo-Polar 14Die norwegische Provinz Troms mit ihrer Hauptstadt Tromsö gilt als eine der besten Regionen, um das faszinierende Polarlicht zu beobachten und zu fotografieren. Die Stadt und ihre Umgebung liegen auf dem Nordlichtoval, das den magnetischen Nordpol umgibt. Bei günstigen Wetterbedingungen, wenn der Himmel wolkenfrei oder nur mäßig bedeckt ist, kann man dieses zauberhafte Schauspiel häufig bewundern. Tromsö gilt schlechthin als die "Hauptstadt des Polarlichtes“.

Die Monate Februar und März sind zudem besonders geeignet, diesen Lichtzauber des Nordens zu erleben. Wir werden also zur richtigen Zeit am rechten Ort sein. Dennoch können wir keine Polarlicht-Garantie abgeben, da die Wetter- und Sichtbedingungen entscheidend für erfolgreiche Polarlichtbeobachtungen sind!

Auch für die Landschaftsfotografie wird eine Menge geboten in der weiträumigen Region Troms. In der nördlichsten Provinz Norwegens verzaubert gerade das Winterlicht diese Meer- und Berglandschaft mit bis zu 1500 Metern hohen Gipfeln in ein ganz besonderes Erlebnis.

Wir wohnen bei dieser Reise in dem vorzüglich gelegenen „Sommeröy Arctic Hotel“ auf der Insel Sommeröy direkt am Wasser, von wo wir ideale Strandorte anfahren können. Gute Bedingungen zur Polarlicht-Fotografie bestehen auch in unmittelbarer Nähe des Hotels. Wir richten uns jeweils nach den guten Wetter- und Polarlicht-Vorausagen.

Mit im Programm ist eine Hundeschlittenfahrt durch die wunderbare Winterlandschaft.

Der Schlaf- und Wachrhythmus kann sich aufgrund der Besonderheit dieser Reise zum normalen Zyklus verschieben. Außerdem ist auf gute, winterfeste Kleidung zu achten. Vor allem Kopf, Füße und Hände bedürfen eines guten Schutzes gegen die nächtliche Kälte. Zwar treten keine extremen Kältegrade auf wegen des nahen Golfstromes, doch auch bei minus 5 oder 10 Grad macht sich die Kälte beim überwiegenden Stehen und Warten auf das Spektakel bemerkbar. Im Winter wird es nur bei Ausnahmen kälter als 10 Grad minus. Die niedrigste jemals gemessene Temperatur in Tromsö lag bei -18,4° C..

Empfohlene Ausrüstung:
  • Kamera (Zweitkamera als Backup empfohlen!)
  • Objektive (Weitwinkel- und Normalbrennweite für Landschaften, Tele für Tiere), Lichtstarke Weitwinkel-Objektive für Polarlichtaufnahmen.
  • Stativ
  • Ersatz-Akkus, Ladegerät
  • Genügend Speicherkarten
  • Graufilter (Stärken 3, 6 und 10 Blenden für Weitwinkelbereich - auf Objektivdurchmesser achten!)
  • Laptop Computer (Bildbearbeitung, Bildbesprechung)
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Bildbearbeitungssoftware (kann von uns auf Probe zeitbeschränkt zur Verfügung gestellt werden

Fotogalerie Tomsø/Polarlicht

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Änderungen vorbehalten

 

Reiseverlauf

1.Tag / Anreise
Flug nach Tromsö und Fahrt zum Hotel in Sommeröy.

2. Tag / Einführung und praktische Übungen
Der Referent macht die Gäste mit den Besonderheiten der Polarlicht- und Nordland-Fotografie bekannt. Nach der Theorie folgen erste praktische Übungen.

3. bis 6. Tag / Tromsö und Umgebung
Der Zeitplan richtet sich - wie immer bei der Fotografie - nach den bestehenden Möglichkeiten. Bei guten Vorausetzungen und positiven Voraussagen fahren wir bei Dunkelheit an Orte, die von sogenannten "Lichtverschmutzungen" frei sind. Stehen die Chancen schlechter, erforschen wir auch tags die wunderschöne Landschaft der Provinz Troms. Zudem bietet das gleichsam historische wie junge Tromsö (Universitätsstadt) bei Tag und Nacht ein interessantes Stadtbild und interessantes Leben.

Die Hundeschlittenfahrt unternehmen wir entsprechend der Wetterverhältnisse.

8. Tag / Heimwärts
Vom Flughafen Tromsö geht es heute zurück nach Hause.

Änderungen vorbehalten

Leistung und Preis

Unterkünfte:
  • Tromsø - Sommeroy Arctic Hotel - *** - 7 Nächte
Inklusive:
  • Unterbringung im Einzel- oder Doppelzimmer mit DU/WC
  • Frühstück
  • Betreuung durch einen erfahrenen Fotoreferenten
  • Transfer zu den Fotolocations
  • Transfer vom/zum Flughafen Tromsø

Nicht enthalten:

  • An- und Abreise nach/von Tromsø
  • Mittag- und Abendessen
  • Tringelder und persönliche Ausgaben
  • Reiserücktrittkosten-Versicherung: Wir vermitteln Ihnen gern RRV-, Auslandskranken- oder Gepäckversicherung in Zusammenhang mit unseren Reisen.

Teilnehmerzahl:

  • max. 6 Teilnehmer

Reisepreis pro Teilnehmer:

12.-19.3.2017
2.380,-- € - im DZ (EZ Zuschlag = 390,-- €)
2.740,-- CHF - im DZ (EZ Zuschlag = 450,-- CHF)
Anfrage

Änderungen vorbehalten

Polarlicht

Lichtzauber am Nachthimmel

Dr. Peter Scheffler, Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik e. V. (INP)

In früheren Zeiten waren die Menschen von den leuchtenden Farbspielen am Himmel nicht nur fasziniert, sondern auch mit Angst und Schrecken erfüllt, denn Polarlichter galten damals als Vorboten von Krieg oder Katastrophen. Sie wurden aber auch als Zeichen Gottes aufgefasst und angebetet. Andere Völker sahen in ihnen Erscheinungen von Geistern und Toten.

Erste Versuche, die Entstehung von Polarlichtern wissenschaftlich zu erklären, gab es im 18. Jahrhundert. Die Forscher vermuteten dabei anfangs, dass die atmosphärischen Leuchterscheinungen durch die Reflexion von Sonnenlicht an beispielsweise Eiskristallen oder Wolken entstünden – was sich aber als Irrtum herausstellen sollte. Wahrscheinlich war es der englische Astronom und Mathematiker Edmond Halley (1656–1742) – Entdecker des nach ihm benannten Halleyschen Kometen –, der als erster einen Zusammenhang zwischen dem Erdmagnetfeld und den Polarlichtern annahm. Eine Erklärung für das Leuchten hatte er jedoch nicht. Diese lieferte der schwedische Astronom und Physiker Anders Jonas Ångström (1814–1874) im Jahre 1867, der damit gleichzeitig auch die Theorie vom reflektierten Sonnenlicht widerlegte. Ångström untersuchte das Polarlicht mittels Spektralanalyse und was er als Ergebnis erhielt, war keineswegs ein kontinuierliches Sonnenspektrum, sondern vielmehr ein Spektrum, in dem Grün als charakteristische Farbe dominierte und dass von einem selbst leuchtenden Gas stammen musste.

Nun wusste man zwar, was da am Himmel leuchtete, nicht jedoch warum. Zur Antwort auf diese Frage trugen die Laborexperimente des norwegischen Physikers Kristian Birkeland (1867–1917) entscheidend bei. Er konnte 1896 zeigen, dass Elektronen, die von außen in die Erdatmosphäre eindringen, die Gase zum Leuchten anregen. Birkeland war fest überzeugt davon, dass die Elektronen von der Sonne stammen, jedoch wurde seine Idee damals nicht ernst genommen. Nicht viel besser erging es dem deutschen Physiker Ludwig Biermann (1907–1986) und dem amerikanischen Astrophysiker Eugene N. Parker (*1927), die in den 1950er Jahren die Existenz des Sonnenwinds theoretisch voraussagten. Doch Birkeland, Biermann und Parker sollten Recht behalten: 1959 wurde durch die sowjetische Lunik 1 und 1962 durch die amerikanische Raumsonde Mariner 2 (auf ihrem Weg zur Venus) die Existenz des Sonnenwindes experimentell nachgewiesen.

Nun war also die Herkunft der Elektronen und damit die Ursache der Polarlichter geklärt – im Prinzip jedenfalls. Denn tatsächlich ist die genaue Ursachenkette bis heute nicht vollständig verstanden. Die endgültige Antwort auf die Frage nach dem Ursprung von Polarlichtern sollen die fünf Kleinsatelliten der NASA-Mission THEMIS (Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms) liefern, die am 15. Februar 2007 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral starten soll. Namenspatin der Mission ist die griechische Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, denn tatsächlich soll eine Entscheidung zwischen zwei konkurrierenden wissenschaftlichen Theorien herbeigeführt werden. Vereinfacht gesagt, geht es um die Frage: Haben Polarlichter ihren Ursprung im Magnetschweif in einer Entfernung von 10 oder von 20 Erdradien? (Der Erdradius beträgt etwa 6400 Kilometer.) Erste Ergebnisse hierzu werden die Satelliten voraussichtlich Anfang 2008 liefern.

polarlichtDie hohe Aktualität der Ursachenforschung in Sachen Polarlichter lässt schon vermuten, dass deren Entstehung auf hochkomplexen Vorgängen beruht. Das Grundprinzip gilt heute aber als verstanden. Nach allem, was man weiß, lässt es sich stark vereinfacht wie folgt darstellen: Der Sonnenwind ist ein Strom elektrisch geladener Teilchen, der von der Sonne mit einer Geschwindigkeit von 400 bis 800 Kilometer pro Sekunde (also rund eine bis drei Millionen Kilometer pro Stunde) ins Weltall abgestrahlt wird und hauptsächlich aus Elektronen sowie aus Protonen (Wasserstoff-Ionen) und Alphateilchen (Helium-Ionen) besteht. Das Magnetfeld der Erde schützt uns vor diesem Teilchenstrom, es wird durch ihn aber auch beeinflusst: Während es auf der Tageseite zusammengestaucht wird, bildet sich auf der Nachtseite ein Magnetschweif mit einer Länge von mehreren hunderttausend Kilometern aus. Und, wichtig für die Polarlicht-Entstehung: Aufgrund von Geschwindigkeits- und Richtungsschwankungen des Sonnenwindes ist der Magnetschweif keineswegs ein statisches Gebilde, sondern er weht im Weltraum wie eine Fahne im Wind.

Den Raum um die Erde, der von deren Magnetfeldlinien erfüllt wird, bezeichnet man auch als Magnetosphäre. Da sich elektrisch geladene Teilchen nicht quer zu Magnetfeldlinien bewegen können, dringen Sonnenwindteilchen in der Regel nicht auf der Tagseite der Erde in die Magnetosphäre ein. Vielmehr nehmen sie sozusagen den Weg durch die Hintertür: Durch die Bewegungen des Magnetschweifs ist es möglich, das Teilchen durch komplexe Vorgänge in dessen Zentrum gelangen, wo sie sich überwiegend in der so genannten Plasmaschicht sammeln und dort von Magnetfeldlinien eingeschlossen sind. Der an der Magnetosphäre vorbeiströmende Sonnenwind erzeugt dabei elektrische Ströme, so dass Elektronen aus der Plasmaschicht des Schweifs entlang der Magnetfeldlinien zur Nachtseite der Erde fließen. Treffen die Elektronen auf die Erdatmosphäre, regen sie dort in einer Höhe von etwa 100 bis 300 Kilometern die Gasteilchen zum Leuchten an und erzeugen so die Polarlichter.

Warum aber geschieht dies bevorzugt in den so genannten Polarlichtovalen, Gebieten in hohen geografischen Breiten auf der Nord- und Südhalbkugel*, in deren Zentren jeweils einer der magnetischen Pole liegt? Der Grund hierfür ist der Verlauf der Magnetfeldlinien: Nur die Linien, die in den polnahen Gebieten der Erde beginnen, sind mit der Plasmaschicht des Magnetschweifs verbunden, so dass sich auch nur hier Elektronen in Richtung Erde bewegen können – normalerweise jedenfalls. Tatsächlich kann man – wenn auch nur sehr selten – auch in Mittel- oder gar in Südeuropa Polarlichter beobachten. Dies liegt daran, dass der Sonnenwind nicht immer ruhig und gleichmäßig weht. Insbesondere bei hoher Sonnenaktivität** kann aus dem Sonnenwind buchstäblich ein Sonnenstrum werden, der die Magnetosphäre der Erde ordentlich »durchschüttelt«. Dabei werden dann kurzzeitig auch Magnetfeldlinien weiter äquatorwärts liegender Gebiete mit der Plasmaschicht des Magnetschweifs verbunden, so dass sich das Polarlichtoval entsprechend ausbreitet. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich hier um eine sehr anschauliche Darstellung einer hochkomplexen Plasmaphysik, die im Detail bis heute nicht verstanden ist (siehe THEMIS-Mission).

Wie werden nun aber die Gase in der Erdatmosphäre zum Leuchten angeregt? Die Lichterzeugung beruht auf Stoßprozessen zwischen Elektronen und Gasatomen, -molekülen oder -ionen: Trifft ein Elektron mit geeigneter Energie auf ein Gasteilchen, so gelangt dieses vom elektronischen Grundzustand in einen elektronisch angeregten Zustand. Kehrt es in den Grundzustand zurück, wird ein Teil der beim Stoß aufgenommenen Energie in Form von sichtbarem Licht wieder abgestrahlt. Die Farbe der Polarlichter hängt davon ab, welche Energie die in die Erdatmosphäre eindringenden Elektronen haben und welches Gas – Sauerstoff oder Stickstoff – angeregt wird. Die bei Polarlichtern häufig dominierenden grünen und roten Farben werden durch intensive Emissionen von Sauerstoffatomen bei einer Wellenlänge von 557,7 Nanometern (grün) bzw. 630 Nanometern (rot) hervorgerufen. Für blaue und violette Farbtöne sind dagegen weniger intensive Emissionen von Stickstoffmolekülen innerhalb eines breiten Wellenlängenbereichs verantwortlich. Die weißen und manchmal auch gelben Farbtöne entstehen als Mischfarben aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Lichtemission erfolgt in Höhen von etwa 100 bis 300 Kilometern. Das Intensitätsmaximum des grünen Lichts liegt bei etwa 100 Kilometern Höhe, während das rote Licht sein Maximum meist erst oberhalb von 200 Kilometern Höhe erreicht. Bei Polarlichtern in Mitteleuropa dringen die Elektronen nicht tief genug in die Atmosphäre ein, deshalb beobacht man hier überwiegend rote Polarlichter.

* Das Polarlicht wird gelegentlich auch als »Nordlicht« oder »Aurora borealis« (lat. nördliche Morgenröte) bzw. als »Südlicht« oder »Aurora australis« (lat. Südliche Morgenröte bezeichnet). Das nördliche Polarlichtoval verläuft über Nordskandinavien, Island, die Südspitze Grönlands, das nördliche Kanada, Alaska und die Nordküste Sibiriens.

** Die Sonnenaktivität folgt einem 11-jährigen Zyklus. Die genauen Ursachen hierfür sind noch unklar. Das letzte Aktivitätsmaximum hat die Sonne im Jahre 2000 durchlaufen. Entsprechend waren vermehrt Polarlichter über Mitteleuropa zu beobachten. Bis zum nächsten Maximum dauert es also noch ein wenig.

Quelle: Plasma News, Ausgabe 12/2006, VDI Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf

Scattered showers

10°C

Tromsoe

Humidity: 87%
Wind: NW at 11.27 km/h
Wednesday 7°C / 12°C Scattered showers
Thursday 8°C / 13°C Mostly cloudy
Friday 7°C / 16°C Partly cloudy
Saturday 8°C / 20°C Mostly cloudy
Sunday 12°C / 18°C Mostly cloudy
Monday 12°C / 18°C Mostly cloudy
Tuesday 11°C / 15°C Scattered showers
Wednesday 9°C / 13°C Scattered showers

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